KV-Blatt-Ausgaben aus dem Jahr 2007

KV-Blatt 12/2007

kvblatt_0712 Der EBM 2008 ist da. Bereits wenige Tage nach Veröffentlichung der letzten Beschlüsse zum neuen Regelwerk hat sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am 25. Oktober der Diskussion mit Vertretern aus Politik, Krankenkassen, Ärzteschaft und Wissenschaft gestellt. KBV-Chef Andreas Köhler sprach von der Chance für Ärzte und Psychotherapeuten, die Budgetierung mit ihren unterschiedlichen Kopfpauschalen und floatenden Punktwerten hinter sich zu lassen und zu festen Preisen arbeiten zu können. Mit dem EBM 2008 sei "ein verständliches und gerechtes Vergütungssystem" geschaffen worden.

KV-Blatt 11/2007

kvblatt_0711 Die Bundesrepublik steuert auf einen dramatischen Ärztemangel zu. In den kommenden fünf Jahren werden 41.000 Mediziner in den Ruhestand gehen, davon allein über 34.000 im ambulanten Bereich. Gleichzeitig wird die Bevölkerung immer älter, der Versorgungsbedarf steigt. Potenzieller Nachwuchs kommt in der kurativen Versorgung nur noch kleckerweise an. Viele suchen ihr Glück in der Wirtschaft oder im Ausland.

KV-Blatt 10/2007

kvblatt_0710 Für jedes Pflegeheim einen Arzt! Mit dieser plakativen Forderung reagierte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt Anfang September auf den kritischen Pflegebericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK). Begeistert griffen die Medien diesen Impuls auf und sammelten seitdem Belege für die Sinnhaftigkeit eines solchen Postulats. Vor allem in Berlin.

KV-Blatt 09/2007: Honorarreform - Da kommt noch was

kv_blatt_0709_70x99 "Nichts Genaues weiß man nicht", sagt der Volksmund - und das dürfte wohl auch für die in Aussicht gestellte Veränderung der ärztlichen Vergütung gelten. Klar ist nur: Spätestens zum Januar 2009 soll Schluss sein mit floatenden Punktwerten. Das Morbiditätsrisiko soll dann auf die Krankenkassen übergehen - mit der Aussicht auf "mehr Geld im System". Eine neue Zeit wirft ihre Schatten voraus.

KV-Blatt 08/2007: Nachwahl des KBV-Vizechefs: Das rasche Ende einer Führungskrise

Titel KV_Blatt 07/2008 70x99px Müller statt Weigeldt - die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat im Eiltempo ihre Führungskrise von Anfang Juli beigelegt. Nach dem Rücktritt des KBV-Vizechefs Ulrich Weigeldt am 6. Juli hat es gerade mal fünf Tage gedauert, bis dessen Nachfolger präsentiert wurde. KBV-Chef Köhler will sich nun wieder den Sachfragen widmen.

KV-Blatt 07/2007: Berlins ambulante medizinische Versorgung: Im Sog der MVZ

kvblatt07_07 Gut vier Jahre ist es her, dass Berlin zu einem einheitlichen Zulassungsbezirk für Ärzte und Psychotherapeuten erklärt wurde. Damals prophezeiten Pessimisten mit dem Wegfall der bezirksweiten Zulassungsgrenzen ein "Ausbluten" einkommensschwacher Bezirke. Tatsächlich haben tendenziell mehr Ärzte Problembezirke verlassen, als neue hinzugekommen sind. Allerdings blieb die befürchtete "Ärztewanderung" aus. Zu einem Problem könnten allerdings Medizinische Versorgungszentren (MVZen) werden: Sie werden in Berlin reichlich gegründet - und zwar zu Lasten von bisherigen Praxissitzen.

KV-Blatt 06/2007: 10. Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit

kvblatt07_06 Der Kongress findet in diesem Jahr bereits zum 10. Mal statt und hat sich zum wichtigsten Treffen der Akteure aus Gesundheitspolitik, ambulanter und stationärer medizinischer Versorgung sowie der Pflege entwickelt. Mit dabei sind in diesem Jahr auch Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) und der SPD-Vorsitzende Kurt Beck, der nach Veranstalterangaben eine "Grundsatzrede zur Gesundheitswirtschaft als Zukunftsbranche" halten will.

KV-Blatt 05/2007:Arzneimittel-Schiedsamtsspruch 2007

kvblatt07_05 In Sachen Berliner Arzneimittelausgaben tickt eine Zeitbombe. Seit Jahren vergrößert sich der Abstand zwischen der festgelegten Ausgabensumme und dem tatsächlichen Verordnungsumfang. Kostenträchtige Behandlungsfälle treiben besonders die Ausgaben für Spezialpräparate in die Höhe. Für die Arzneimittel-"Grundversorgung" bleibt immer weniger Geld.

KV-Blatt 04/2007: IV-Konzept Rückenschmerz der KV Berlin

Titelblatt des KV-Blattes 07/04 Das KV-Konzept einer Integrierten Versorgung des Rückenschmerzes steht: Die KV Berlin hatte mit Spezialisten aus den niedergelassenen ärztlichen und psychotherapeutischen Bereich, aus Kliniken, Reha-Zentren und der Wissenschaft ein Konzept entwickelt, das bereits die Chronifizierung des Rückenschmerzes verhindern soll. Die Wege: Implementierung von Standards in Diagnostik und Therapie sowie eine engmaschige, sektorenübergreifende Zusammenarbeit.

KV-Blatt 03/2007: Honorarreform zur Wiedervorlage 2009

Cover des KV-Blatt 03/2007 Das bislang größte Gesetzesprojekt der schwarz-roten Regierungskoalition tritt zum 1. April dieses Jahres in Kraft: das GKV-Wirtschaftlichkeitsstärkungsgesetz (GKV-WSG). Auch nach der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat bleibt dieses Gesetz unter den Betroffenen heftig umstritten ? selbst innerhalb der Ärzteschaft. Während freie Verbände und Bundesärztekammer das GKV-WSG nach wie vor ablehnen, geht die Kassenärztliche Bundesvereinigung von ihrer Linie einer Totalopposition ab und plädiert nun für einen differenzierten Umgang. Die Proteste der Ärzte hätten Erfolg gezeigt, heißt es. Die Honorarreform wurde auf Wiedervorlage gelegt. Sie kommt erst 2009.

KV-Blatt 02/2007: KBV-Mitgliederbefragung: Zeit der Zeugnisse

Cover der KV-Blatt 02/2007 Das System der Kassenärztlichen Vereinigungen: Von vielen Verbandsfunktionären und Politikern wird es heftig kritisiert und teils als Relikt der Geschichte abgeschrieben. Jedoch: Die Basis der über 120.000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten kann sich auch für die Zukunft kein anderes System vorstellen. Das ist das wohl wichtigste Ergebnis der heiß umstrittenen Mitgliederbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vom vergangenen Jahr.

KV-Blatt 01/2007: Gesundheitsreform - Abstimmung mit dem Kittel

kvblatt07_01 Der TV-Spot aus den 70er Jahren mit der berühmten "Weißer Riese-Wäscheleine", so dachten viele, lässt sich nicht mehr toppen. Weit gefehlt: Im derzeitigen Widerstand gegen die schwarz-roten Pläne zur Gesundheitsreform gibt es auch hier einen neuen Rekord. Tausende Arztkittel aus ganz Deutschland wurden den Bundestagsabgeordneten Mitte Dezember im Berliner Regierungsviertel präsentiert: auf der mit mehreren hundert Metern wohl beeindruckendsten Wäscheleine, die dieses Land je gesehen hat.
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