Schutz für sich und andere: geimpft in die Kita

Berlin, 17.06.2014. Die aktuell vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) geforderte Grundimmunisierung für Kitakinder findet die Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin, Dr. Angelika Prehn, richtig und überfällig:

„Nicht geimpfte Kinder stellen für sich und andere ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen mit teilweise schlimmen Verläufen dar, die mit einer Impfung hätten verhindert werden können. Nicht umsonst gibt es die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO), die bereits für Säuglinge und Kleinkinder bestimmte wichtige Impfungen vorsieht. Und nicht ohne Grund sollte es uns alle beunruhigen, wenn eine Krankheit wie die Masern noch immer nicht als ausgerottet gilt, weil Impfungen dagegen – auch gerade in Berlin – nicht in ausreichendem Maße wahrgenommen werden. Dieser gesundheitspolitische Misserfolg ist auch ein Ergebnis der Freiwilligkeit, die uns in der Bekämpfung solch ansteckender Krankheiten nicht weit genug gebracht hat. Daher plädiere ich klar für eine Impfpflicht bei Kindern vor Eintritt in eine Kita. Eltern, die ihr Kind in einer Kita unterbringen möchten, sollten ihr Kind im Sinne des Gemeinwohls und natürlich besonders im Sinne des Kindeswohls grundimmunisieren lassen.“

Ausdrücklich von dieser Impfpflicht ausgenommen werden müssten, wie es auch der BVKJ fordere, Säuglinge und Kinder, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden dürften. Ihnen müsste davon unabhängig ein Kitaplatz bewilligt werden. Das sei umso risikoärmer für sie, wenn die übrigen Kinder dort gemäß Nachweis geimpft und somit weniger ansteckend wären, so Prehn.

Informationen zu Impfungen hat die KV Berlin für Interessierte im Internet zusammengestellt unter www.kvberlin.de > Für Patienten > Vorsorge > Impfen.

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Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin ist die Dachorganisation der mehr als 9.000 ambulant tätigen Ärzte und Psychotherapeuten in Berlin. Sie sorgt unter anderem dafür, dass die ambulante medizinische Versorgung von gesetzlich krankenversicherten Patienten auf hohem Qualitätsniveau stattfindet und dass diese den Arzt ihrer Wahl aufsuchen können, egal in welcher Krankenkasse sie versichert sind. Die Bezeichnung „Arzt“ oder „Psychotherapeut“ steht im obigen Text sowohl für die männliche als auch die weibliche Form.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 17.06.2014

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