Die ambulante Versorgung Berlins in Zahlen

Berlin verfügt über ein dichtes und hochspezialisiertes ambulantes Versorgungsnetz wie kaum eine andere Region. Rund 8500 ambulant tätige Ärzte und Psychotherapeuten kümmern sich um die Gesundheit der drei Millionen gesetzlich krankenversicherten Berliner.

Anzahl der Ärzte und Psychotherapeuten

Etwa 2.800 Haus- und Kinderärzte, 3.900 Fachärzte und 1.600 Psychologische Psychotherapeuten arbeiten in Berlin niedergelassen in eigener Praxis oder angestellt. Dazu kommen rund 240 ermächtigte Ärzte. Das sind Krankenhausärzte, die neben ihrer Klinktätigkeit einige Leistungen auch ambulant durchführen dürfen.
Zahlen der Fachgruppen

Behandlungsfälle

22 Millionen Behandlungsfälle werden jährlich von den niedergelassenen Berliner Ärzten und Psychotherapeuten versorgt. Als ein Behandlungsfall gilt die gesamte Behandlung, die von einem Arzt innerhalb eines Quartals an ein und demselben Patienten ambulant vorgenommen wurde.

Arbeitszeiten

55 Wochenstunden arbeitet ein niedergelassener Arzt im Durchschnitt in seiner Praxis, ein Viertel davon entfällt auf Verwaltungstätigkeiten wie die Beantwortung von Kassenanfragen, das Ausfüllen von Fragebögen, die Dokumentation der Behandlungen usw. 

Finanzierung

17 Euro bekommt der Arzt etwa für einen Hausbesuch bei einem Kassenpatienten. Für ein EKG erhält er ca. 10 Euro, für die Erhebung des Ganzkörperstatus rund 13 Euro.

Zwischen 200 und 550 Euro zahlen die Krankenkassen pro Mitglied und Jahr. Aus dieser Pauschale müssen fast alle Leistungen, die das Mitglied und seine mitversicherten Familienangehörigen in Anspruch nehmen, bezahlt werden. 

35 Prozent ihrer Leistungen erbringen die Berliner Ärzte ohne Bezahlung: Seit mehr als 10 Jahren sind die Arzthonorare strikt budgetiert und kaum gestiegen – trotz des medizinischen Fortschritts und des auch aufgrund der Altersentwicklung wachsenden Bedarfs. Jede zusätzliche Leistung muss aus dem gedeckelten Honorartopf finanziert werden.

Verordnung von Arzneimitteln

Arzneimittel im Wert von 37 Euro (für Rentner 100 Euro) darf ein Allgemeinmedizinern im Durchschnitt pro Patient und Quartal verordnen. Diese sogenannte Richtgröße ist je nach Fachrichtung unterschiedlich hoch. Ob ein Arzt im Jahr sein Richtgrößenvolumen (Zahl der Patienten multipliziert mit der Richtgröße) einhält, wird von den Krankenkassen regelmäßig kontrolliert. Liegt er 25 Prozent über seinem Ausgabenvolumen, droht ihm ein Regress.
Richtgrößen nach Fachgruppen

Weiterbildung

Mindestens 50 Stunden pro Jahr muss sich ein Vertragsarzt fortbilden. Dies muss er alle fünf Jahre gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung nachweisen – so sieht es das Gesetz vor.

(Quelle: KV Berlin)

Weitere Informationen

Rundum gut versorgt - Zahlen, Daten, Fakten zur ambulanten medizinischen Versorgung in Berlin
(PDF, 598 KB)

Qualitätssicherung

Qualitätsberichte zur ambulanten Versorgung Berlins

Weitere Informationen

Bundesweite Zahlen zur ambulanten Versorgung und Antworten auf häufige Fragen zum Gesundheitssystem: www.kbv.de
button_drucken
Copyright ©2007 Kassenärztliche Vereinigung Berlin