KV-Gesundheitsratgeber: Neurodermitis

Wenn man aus der Haut fahren möchte

Die Haut ist, abhängig von der Größe einer Person, mit einer Fläche von 1,5 bis 2 Quadratmetern das größte Organ des Menschen. Die Haut ist die Grenze und unmittelbare Kontaktstelle zur Außenwelt und bietet dem Körper Schutz, Halt und Form. Etwa 10 Prozent der Kinder und 3 Prozent der Erwachsenen in Deutschland fühlen sich buchstäblich nicht wohl in ihrer Haut – sie leiden an Neurodermitis. Diese – nicht ansteckende – chronisch entzündliche Hauterkrankung (auch: Atopisches Ekzem oder Atopische Dermatitis genannt) ist eine der häufigsten Hauterkrankungen in den Industrieländern.

Dabei sind die Ursachen für Neurodermitis noch nicht vollständig geklärt. Fest steht, dass die Anlage zur Erkrankung vererbt wird. Doch nicht bei jedem, der die Anlage in sich trägt, bricht die Krankheit aus.

Entzündliche Hautveränderungen (Ekzeme) und ein heftiger Juckreiz sind die beiden wichtigsten und für die Betroffenen stark belastenden Symptome einer Neurodermitis. Die Betroffenen möchten am liebsten aus der Haut fahren. Meist verläuft die Erkrankung schubweise, sodass sich akute Krankheitsphasen mit nahezu beschwerdefreien Zeiten abwechseln.

In den meisten Fällen bricht die Neurodermitis bereits im Säuglings- oder Kleinkindalter zum ersten Mal aus. Typischerweise verschwinden in vielen Fällen die Symptome bis zum Erwachsenenalter – was aber nicht heißt, dass der Patient geheilt ist. Eine Heilung ist derzeit nicht möglich, und auch wenn Ekzeme durch eine individuell abgestimmte Therapie fast vollständig verschwinden, so ist die Krankheit unterschwellig immer vorhanden und kann unter Umständen erneut ausbrechen.

Psychische Belastungen

Die Psyche spielt in doppelter Hinsicht eine wichtige Rolle. Zum einen können Stress und seelische Belastungen Auslöser für die Krankheit sein. Zum anderen bedeuten die äußerlich sichtbaren Hautveränderungen und der quälende Juckreiz für die Betroffenen eine psychische Belastung. Dies kann sich wiederum negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken - die Betroffenen geraten in einen Teufelskreis. Neben der medikamentösen Therapie, die in erster Linie die Symptome lindern soll, ist die Suche nach den Krankheitsauslösern besonders wichtig, um diesen Kreislauf zu durchbrechen und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

Weiter zu Teil 2: Ursachen, Auslöser, Symptome und Behandlung

Bei der Suche nach einem Dermatologen oder Psychologen in Ihrer Nähe hilft Ihnen auch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin weiter: Unter der Nummer 31 00 3 - 222 erreichen Sie unseren Gesundheitslotsendienst.

(Quelle: KV Berlin)

Zum Herunterladen

Neurodermitis -
Krankheitsbeschreibung

(PDF, 42 KB [2 Seiten])

Ursachen, Auslöser, Behandlung
(PDF, 50 KB [3 Seiten])

Psychotherapeutische
Hilfen bei Neurodermitis
(PDF, 52 KB [3 Seiten])

Wichtige Adressen
(PDF, 34 KB [1 Seite])
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