Im Blickpunkt: HPV-Impfung ist ist Kassenleistung

Seit Ende März 2007 gehört die Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) für Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 17 Jahren zu den Empfehlungen der Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut. Damit übernehmen alle gesetzlichen Krankenkassen in Berlin die Kosten für die neue Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs für diese Altersgruppe.

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 6500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Schätzungsweise 1700 Frauen sterben an den Folgen der Erkrankung. Mit der seit Oktober 2006 in Europa zugelassenen Impfung kann einer Infektion mit den krebsauslösenden humanen Papillomaviren vorgebeugt werden.

Schätzungsweise 70 Prozent der Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit humanen Papillomaviren, die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Beim Großteil wird die Infektion durch das Immunsystem abgeblockt. Die meisten Frauen sind dann immun gegen das Virus und können nicht erkranken. Bei einigen setzen sich die Viren jedoch in Zellen des Gebärmutterhalses fest, im schlimmsten Fall entsteht Krebs.

Mit der Impfung sollen Mädchen möglichst vor dem ersten Sexualkontakt vor einer Infektion geschützt werden. Die Impfung besteht aus drei Einzeldosen, die innerhalb von sechs Monaten in den Oberarm gespritzt werden.

(Quelle: KV Berlin)

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