Arzneimittel

arzneimittel100x100 In dieser Rubrik finden Ärzte Texte und Dokumente rund ums Thema Arzneimittel: von aktuellen Verträgen und Vereinbarungen über Merkblätter und Materialien für Patienten bis hin zu spezifischen Periodika und Verweisen auf externe Informationsquellen.

 

Fiktiv zugelassene Arzneimittel

Bei fiktiv zugelassenen Arzneimitteln handelt es sich um Arzneimittel, die bereits vor 1978 auf dem Markt waren und für die wegen neuer gesetzlicher Bestimmungen ein Nachzulassungsverfahren nötig wurde, das aufgrund laufender Klageverfahren bis heute noch nicht abgeschlossen ist. Diese Arzneimittel zu kennen, ist für die verordnenden Ärzte relevant, weil gesetzliche Krankenkassen laut eines Urteils des Bundessozialgerichts von 2005 nicht dazu verpflichtet sind, die Kosten für Verordnungen von fiktiv zugelassenen Arzneimitteln zu übernehmen. Einige Krankenkassen stellen daher Regressanträge und versuchen damit, die Verordnungskosten von den verordnenden Ärzten erstattet zu bekommen.

Auf Anfrage der KV Berlin teilte das Bundesministerium für Gesundheit in einem Schreiben an die KV vom 29. Juni 2012 mit, dass es von der Übersendung einer Auflistung so genannter fiktiver Arzneimittel absehen wolle. Begründung: So eine Aufstellung berge die Gefahr, nur zum Zeitpunkt der Erstellung aktuell zu sein. Auskünfte zu fiktiv zugelassenen Arzneimitteln sollen daher laut Bundesministerium künftig vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf der Grundlage einer Einzelfallrecherche erteilt werden. Anfragen zum Sachstand bezüglich fiktiv zugelassener Arzneimittel sollten folglich an das BfArM gerichtet werden.

Beim Portal für Arzneimittelinformationen des Bundes und der Länder (PharmNet.Bund.de) würden Informationen zu Arzneimitteln aus dem Arzneimittel-Informationssystem der Bundesoberbehörden für die Öffentlichkeit gebührenfrei zur Verfügung gestellt werden. Bei zugelassenen Arzneimitteln sei aus dieser Datenbank die Zulassungs- bzw. Registrierungs-Nr. ersichtlich. Bei bisher nur fiktiv zugelassenen Arzneimitteln fehle eine solche Zulassungs- bzw. Registrierungs-Nr. hingegen.

Zur Information für Patienten haben die KV Berlin und die Gesetzlichen Krankenkassen ein Informationsblatt zur Verordnung fiktiver Arzneimttel herausgegeben.

 

Arzneimittel-Informationen zum Herunterladen
Hinweise zur Verordnung: Therapie der Osteoporose mit Bisphosphonaten (Stand Juli 2010)
Hinweise zur Verordnung von Opioidanalgetika
(Stand Dezember 2010)
Hinweise zur Verordnung von Opioidanalgetika
(Stand August 2009)
Hinweise zur Verordnung von Interferon-beta-1b
(Stand August 2009)
Hinweise zur Verordnung von Clopidogrel (Stand Mai 2010)
Hinweise zur Verordnung von Clopidogrel (Stand Mai 2009)
Hinweise zur Verordnung von Pregabalin (Lyrica®) bei neuropathischem Schmerz (Stand Mai 2009)
Hinweise zur Verordnung von ACE-Hemmern, Sartanen und Renin-Inhibitoren (Stand August 2010)
Hinweise zur Verordnung von ACE-Hemmern und Sartanen
(Stand März 2009)
Hinweise zur Verordnung von Parenteraler Ernährung
(Stand Juli 2008)
Hinweise zur Verordnung von Ezetimib
(Ezetrol®, Inegy®) (Stand Mai 2010)
Hinweise zur Verordnung von oralen Antidiabetika und GLP-1-Analoga (Stand Dezember 2010)
Hinweise zur Verordnung von oralen Antidiabetika - ein Update. Was gibt es Neues? Was bleibt bestehen? (Stand Juli 2009)
Hinweise zur Verordnung von Humaninsulin bei Typ-2-Diabetikern (Stand Mai 2008)
Hinweise zur Verordnung von Protonenpumpenhemmern
(Stand Mai 2008)
Hinweise zur Verordnung von Epoetin-Biosimilars bei Niereninsuffizienz (Stand März 2008)
Hinweise zur Verordnung von Epoetin-Biosimilars bei Tumorpatienten (Stand März 2008)

 

 

(Quelle: KV Berlin)

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