QS-Leistung Intravitreale Medikamenteneingabe

Grundlagen

Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zur intravitrealen Medikamenteneingabe (Qualitätssicherungsvereinbarung IVM); Inkrafttreten: 01.10.2014
(81 KB [10 Seiten])

Leistungen

31371 EBM Intraokularer Eingriff rechtes Auge
31372 EBM Intraokularer Eingriff linkes Auge
31373 EBM Intraokularer Eingriff beide Augen
(Belegärztliche Eingriffe analog in Kapitel 36 EBM)

 

Wer kann die Leistung beantragen

  • Facharzt für Augenheilkunde


Fachliche Anforderungen

  • Facharzt der o. g. Fachrichtung
    und
  • Nachweis über die selbstständige Auswertung von mindestens 250* Floureszenzangiographien am Augenhintergrund unter Anleitung eines Arztes, der nach der Weiterbildungsordnung in vollem Umfang zur Weiterbildung im Gebiet Augenheilkunde befugt ist (Bei einer teilweisen Befugnis sind zusätzlich die Anforderungen an die fachliche Befähigung nach § 3 der Vereinbarung zu erfüllen.)
    ODER
  • Nachweis über die selbstständige Erbringung von mindestens 500* Floureszenzangiographien am Augenhintergrund vor dem 01.10.2014
    und
  • Nachweis über die selbstständige Durchführung von 100 intraokularen Eingriffen (ohne Lasertherapie)
    und
  • erfolgreiche Teilnahme an einem mindestens 4-stündigen IVM-Kurs mit den aktuellen Indikationen, Techniken und Komplikationsmanagement als Inhalt (der Kursleiter muss mindestens 200 intravitreale Medikamenteneingaben selbstständig durchgeführt und mindestens 2.000 Floureszenzangiographien selbstständig ausgewertet haben.).

Übergangsregelung

Zusätzlich zu den o. g. fachlichen Anforderungen gilt im Rahmen der Übergangsregelung folgendes:

  • Nachweis über die Erbringung von Leistungen der intravitrealen Medikamenteneingabe in einem Operationsraum (gemäß § 4) vor dem 01.10.2014 zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung im Rahmen der
    ▪ Teilnahme an einem regionalen Vertrag
    ▪ Teilnahme an einem/r anderweitigen Vertrag/Vereinbarung
    ▪ Teilnahme am Kostenerstattungsverfahren n. § 13 Abs. 3 SGB V

* Hinweis: Im Rahmen der Übergangsregelung gemäß § 10 werden Floureszenzangiographien am Augenhintergrund, die vor dem 01.10.2014 vom Vertragsarzt selbstständig erbracht bzw. ausgewertet wurden, bei entsprechendem Nachweis auf die jeweils geforderte Anzahl von ausgewerteten Floureszenzangiographien unter Anleitung angerechnet.

 

Räumliche Voraussetzungen

  • Nachweis über die Erfüllung der räumlichen bzw. baulichen Voraussetzungen gemäß § 4 Abs. 1 durch den vollständigen Grundriss der Operationseinrichtung/en inklusive der erforderlichen Nebenräume

 

Weitere Anforderungen

  • Nachweis über die Erfüllung der apparativ-technischen Voraussetzungen gemäß § 4 Abs. 1
  • Anwendung der fachgerechten Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsverfahren gemäß § 4 Abs. 2
  • Nachweis über ein Sterilisationsgerät bei Verwendung von sterilisierbaren Instrumentarien gemäß § 4 Abs. 3
  • Vorhalten eines Operationsmikroskops sowie ein passendes Instrumentarium für das Komplikationsmanagement gemäß § 4 Abs. 4
  • Einverständniserklärung für Praxisbegehungen gemäß § 8 Abs. 2


Abrechnung

Ärzte dürfen diese Leistung erst erbringen und abrechnen, nachdem hierfür durch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin eine Genehmigung erteilt wurde. Ausschlaggebend ist dabei das Datum der Bescheiderteilung. Rückwirkende Genehmigungen sind nicht möglich.

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung
227 KB [5 Seiten]

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung gemäß Übergangsregelung
189 KB [6 Seiten]

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(Quelle: KV Berlin)

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